Das Erfolgsrezept –
Naturland-zertifizierte
Produkte
Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist für die Stiftung St. Franziskus eine Säule der Unternehmenskultur.
Zum 1. Dezember 2025 hat sich die Stiftung St. Franziskus dazu entschieden, zum Anbauverband Naturland zu wechseln. Es ist der größte internationale Bio-Anbauverband in Deutschland und fordert strenge Richtlinien, die über die EU-Bio-Verordnung hinaus gehen. Neben hohen Richtlinien im Bereich Qualitätssicherung, Tierwohl und Kreislaufwirtschaft hat Naturland fest verankerte Sozial-Richtlinien, die weltweit gültig sind. Vor allem im Bereich des Vertriebskonzepts für die Verkaufsläden bietet uns Naturland jedoch deutlich bessere Voraussetzungen und mehr Flexibilität. Beides ist für die Vermarktung und den Verkauf der Stiftungsprodukte – etwa Fleisch- und Wurstwaren – von großer Bedeutung und stellt daher den ausschlaggebenden Grund für den Wechsel dar.
2023 wurden die Landwirtschaftsbetriebe der Stiftung in Schramberg-Heiligenbronn Bioland-zertifiziert, was die vorangegangene, erfolgreiche Umstellung nach den Bioland-Kriterien für mehr Tierwohl und Artenvielfalt sowie für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft voraussetzte.
Bereits im Laufe des Jahres 2021 wurden Grünland und Äcker erstmals zunächst nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet, um die biologische Futtergrundlage für die Tiere zu schaffen. Zu Beginn 2022 wurde daraufhin die Haltung der Rinder, Schweine und Hühner umgestellt. Dies kam den Tieren hinsichtlich einer höheren Lebensqualität, eines größeren Lebensraums und einer höheren Futterqualität zu Gute. Gegen Ende 2022 konnte die Stiftung dann erste Bioland-Produkte bei Eiern, Nudeln und Kartoffeln anbieten. Seit dem zweiten Halbjahr 2023 gingen ergänzend dazu einige Bioland-zertifizierte Fleisch- und Wurstwaren sowie Brot und Brötchen am Standort Schramberg-Heiligenbronn in den Verkauf. Im Jahr 2024 konnten die ersten Bioland-Kartoffeln geerntet werden.
Umstellung auf Bioland bzw. Naturland
Die Umstellung der Landwirtschaft auf Bioland bzw. heute Naturland umfasste konkret folgende Maßnahmen:
Anpassung der Schweinehaltung
- Umstrukturierung des Liegebereiches
- Reduktion des Spaltenanteils im Stall
- Anbau von Ausläufen
Die Anpassung der Schweinehaltung bedeutet für die Landwirtschaftsbetriebe der Stiftung St. Franziskus etwa eine Halbierung der Anzahl an Mastschweinen.
Anpassung der Legehennen-Haltung
- Vergrößerung von Freiflächen
- Anpassung der Luken in den Freiauslauf
- Bereitstellen von Grünauslauf
- Vergrößerung der Fensterflächen
- Aufstallen von Bioland-Junghennen
- Fütterung mit eigenem Bio-Getreide
Die Umstellung der Legehennen-Haltung bedeutete für die Landwirtschaftsbetriebe der Stiftung St. Franziskus eine Reduktion der Hennen um ca. 30%.
Veränderungen in der Haltung von Mastbullen
- Bezug von Bio-Kälbern
- Vergrößerung des Auslaufs für die Tiere
- Fütterung im Wesentlichen unverändert
Die Anpassung der Haltung von Mastbullen bedeutet für die Landwirtschaftsbetriebe der Stiftung St. Franziskus geringfügig weniger Tiere.
Veränderungen im Ackerbau
- Neue Fruchtfolge mit zweijährigem Kleegras, Getreide, Silomais, Körnerleguminosen, Speisekartoffeln
- Niedrigere Erträge (Getreide ca. 60%)
- mechanische Unkrautbekämpfung, um einen „Vorsprung“ für die angebaute Kultur zu gewinnen
Seit Mai 2025 ist der Landwirtschaftsbetrieb der Stiftung St. Franziskus zum Lernort Bauernhof (LOB) zertifiziert und damit auch ein qualifizierter LOB-Betrieb, der Schulen und Kindertagesstätten (Kitas) die Möglichkeit bietet, diesen als außerschulischen Lernort zu nutzen.
Zertifizierungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)
im Zeichen von Nachhaltigkeit und Gesundheit
DGE-Zertifizierung
für die Kindergärten und Schulen
Unsere Zentralküche in Schramberg-Heiligenbronn stellt für Kindergärten und Schulen der Stiftung St. Franziskus ein abwechslungsreiches Mittagessenangebot zur Verfügung. Eine Menülinie unserer Mittagsverpflegung hat eine DGE-Zertifizierung erhalten. Basis der Zertifizierungen ist der „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas“ und der „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen“ und damit eine vollwertige Mischkost gewährleistet.
DGE-Zertifizierung
für die Betriebsverpflegung
Berufstätige müssen im Alltag stets belastbar und leistungsfähig sein. Die Ernährung spielt dabei eine wesentliche Rolle für die Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens. Um die Qualität der Betriebsverpflegung zu optimieren und langfristig zu sichern, haben wir die Mittagessenverpflegung für unsere Betriebskantine in Schramberg-Heiligenbronn von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zertifizieren lassen und als sichtbares Zeichen nach außen eine DGE-Zertifizierung erhalten.
Im Rahmen der Zertifizierung wurden folgende Kriterien überprüft:
- Lebensmittelauswahl
Mittagsverpflegung (optimale Qualität der Lebensmittel und Angebotshäufigkeiten in einer Menülinie). - Speiseplanung und Speiseherstellung
Kriterien zur Planung und Herstellung der Speisen für die Mittagsverpflegung, Gestaltung des Speiseplans. - Hygieneaspekte, rechtlicher Rahmen, Qualitätsmanagementsystem, Kommunikationsmaßnahmen
rechtliche Vorgaben, Qualitätssicherung bei der Verpflegung, Verwendung des „JOB&FIT-Logos“ bei der Kommunikation. - Lebenswelt
Rahmenbedingungen in Betriebsrestaurants (z.B. Gästekommunikation).
Kloster 2