Sanierung des Therapiebads am SBBZ Sehen in Baindt ist gesichert

Spendenkampagne sichert die Zukunft des „Bädle“. Das unverzichtbare Therapieangebot für Kinder und Jugendliche mit Seh- und Mehrfachbehinderung bleibt erhalten.

Baindt - Die dringend notwendige Sanierung des Therapiebads „Bädle“ am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Sehen in Baindt der Stiftung St. Franziskus ist gesichert. Dank der großen Spendenbereitschaft zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer sind bislang 325.000 Euro zusammengekommen. Damit ist die finanzielle Grundlage für das Projekt geschaffen.

Das SBBZ Sehen in Baindt der Stiftung St. Franziskus ist eine spezialisierte Facheinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderungen, häufig verbunden mit komplexen Mehrfachbehinderungen und hohem Pflege- und Unterstützungsbedarf. Die Einrichtung vereint sonderpädagogische Bildung mit therapeutischer und pflegerischer Förderung. Ein interdisziplinäres Team aus u.a. Sonderpädagoginnen und -pädagogen, Fachlehrkräften, spezialisierten Fachdiensten sowie Therapeutinnen und Therapeuten begleitet die Schülerinnen und Schüler individuell und ganzheitlich. Das SBBZ Sehen in Baindt ist damit eine zentrale Kompetenzstelle für Menschen mit Seh- und Mehrfachbehinderungen in der Region.

Ein zentraler Bestandteil dieses Förderangebots ist das hauseigene Therapiebad. Das sogenannte „Bädle“ ist seit über 40 Jahren in Betrieb und inzwischen stark sanierungsbedürftig. Die Technik ist veraltet, Ersatzteile sind nicht mehr verfügbar. Der geschätzte Sanierungsaufwand beläuft sich auf rund 500.000 Euro. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Technik des Bades endgültig versagt, was eine Stilllegung bedeuten würde“, erklärt Dr. Marcus Adrian, Direktor des SBBZ Sehen in Baindt. Für Kinder und Jugendliche mit Sinnesbehinderungen und komplexen Mehrfachbehinderungen ist das Therapiebad jedoch ein unverzichtbares therapeutisches Angebot. Es fördert Beweglichkeit und Motorik, lindert Schmerzen und bietet einen geschützten Raum für Entspannung, Förderung und Lebensfreude. 

Um das Therapiebad langfristig zu erhalten, rief die Stiftung St. Franziskus im Frühjahr 2024 eine groß angelegte Spendenkampagne zur Rettung des „Bädles“ ins Leben. Zahlreiche Einzelspenden, Benefizaktionen und Initiativen aus der Gemeinde Baindt und der Region trugen maßgeblich zum Erfolg der Kampagne bei. „In den vergangenen Jahren mussten zahlreiche Therapiebäder in der Region schließen. Umso bemerkenswerter ist es, dass wir dank der großartigen Unterstützung nun die Sanierung des Therapiebads im SBBZ Sehen in Baindt auf den Weg bringen können und das „Bädle“ damit langfristig gesichert ist“, sagt Dr. Marcus Adrian. Das einzigartige Engagement so vieler Menschen für die Einrichtung in den vergangenen Monaten sei alles andere als selbstverständlich. „Ohne den Rückhalt von vielen Menschen und die Verbundenheit mit einer so engagierten Elternschaft wäre die Rettung des Therapiebads nicht möglich gewesen. Wir sind allen Unterstützerinnen und Unterstützern so dankbar!“, betont Dr. Marcus Adrian.

Geplant ist, noch im Laufe dieses Jahres mit der Sanierung des Therapiebades zu beginnen. Derzeit startet die detaillierte Planungsphase, im Anschluss soll die bauliche Umsetzung erfolgen. „Aktuell besteht zwar noch eine kleine Finanzierungslücke. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass diese dank weiterer Unterstützung in absehbarer Zeit geschlossen werden kann“, so Dr. Marcus Adrian optimistisch. 

 

Durch die erfolgreiche Spendenkampagne ist es nun möglich, dass Therapiebad am SBBZ Sehen in Baindt zu sanieren
Durch die erfolgreiche Spendenkampagne ist es nun möglich, dass Therapiebad am SBBZ Sehen in Baindt zu sanieren
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