Heiligen­bronner Herbsttag

für Menschen mit Taub­blindheit und Hörseh­behinderung

Der jährliche Heiligenbronner Herbsttag für Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung richtet sich an alle betroffenen Menschen und ihre Begleitungen aus ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus. Er schafft Möglichkeiten zur Begegnung untereinander und gibt Impulse für das Leben mit einer Hörsehbehinderung.


Hier blühen Begegnungen
wieder auf

Ziele und Inhalte des Herbst­tages

  • Möglichkeiten zur Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung
  • Austausch von Informationen und Lebenserfahrungen
  • Kontakt und Kommunikation mit anderen Betroffenen
  • Kulturelles Angebot für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung
  • Gottesdienst für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung

Von den Bahnhöfen der Umgebung wird ein Fahrdienst nach Heiligenbronn und zurück angeboten. Eine Übernachtungsmöglichkeit von Freitag bis Sonntag besteht im Feriendorf Eckenhof in Schramberg-Sulgen.


Vergangener Herbsttag

Infor­mationen zum Herbst­tag 2021

Am 23. Oktober veranstaltete die Stiftung St. Franziskus den 12. Herbsttag für Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung aus ganz Baden-Württemberg. Dieser wurde zum dritten Mal durch „Aktion Mensch“ finanziell unterstützt.

Nachdem der Herbsttag im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, freuten sich die rund 50 Teilnehmern umso mehr, dass er in diesem Jahr, unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Vorschriften und der 3G-Regelung, wieder stattfinden konnte. Die fünf Elemente – Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Nach der Begrüßung von Antje Dieterle-Schönstein, Mitarbeiterin des Fachdienstes Taubblindheit der Stiftung St. Franziskus, folgte ein spiritueller Morgenimpuls durch den taubblinden Diakon Peter Hepp. Anschließend referierte die Stiftungsmitarbeiterin und ausgebildete Heilpraktikerin Birgit Edler, über die fünf Elemente und die Rolle von Ying und Yang für den Lebenskreislauf. Vertieft wurden der theoretische Input durch praktische Atem- und Bewegungsübungen. Fünf verschiedene Mitmachangebote untermalten die ersten Eindrücke: So bot die Quelle einen Ort der Ruhe und die Möglichkeit, etwas über das Element Wasser zu erfahren. In der Schreinerei in Heiligenbronn konnte Holz gefühlt und erlebt werden. Das Element Erde wurde in der eigenen Gärtnerei thematisiert. Die Teilnehmer konnten hier verschiedene Arten der Erde erspüren und deren Unterschiede riechen. Bei einem letzten Angebot, wurde die Wärme des Feuers durch eine Feuerübung erlebbar gemacht. Vorhandenes Metall konnte in seiner Form und Struktur ertastet werden.

Um die Kommunikation sicherstellen zu können, wurde der Tag von einer Schrift- und zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen begleitet. Zusätzlich konnte jeder Mensch mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung von seiner eigenen Taubblindenassistenz unterstützt werden, die es ihm ermöglichte, in vollem Umfang am Herbsttag teilhaben zu können. Die Organisatoren hoffen darauf, auch im Jahr 2022 wieder einen Herbsttag für Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung ermöglichen zu können.