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KiTa-Kinder und Heiligenbronner Schwestern bleiben in Verbindung

Videobotschaft der Heiligenbronner Schwestern

Die KiTa-Kinder der Gruppe „Blau“ freuen sich über die Videobotschaft der Heiligenbronner Schwestern.

Paul und Amar tauschen sich über die erhaltenen Briefe und Geschenke aus.

Paul und Amar tauschen sich über die erhaltenen Briefe und Geschenke aus.

Mia zeigt stolz ihr Handtäschchen, das sie von einer Schwester erhalten hat.

unten: Mia zeigt stolz ihr Handtäschchen, das sie von einer Schwester erhalten hat.

Die über Jahre gewachsene Verbindung der Heiligenbronner Schwestern zu den KiTa-Kindern im Villinger David-Fuchs-Haus wird auch in der aktuellen Lockdownzeit gelebt. Aktuell ist sie sogar intensiver, weil man sich nicht einfach kurz besuchen kann. Über Briefe, Videobotschaften und allerlei Geschenk-Pakete bleiben sie in Kontakt.

So malen und basteln vor allem die Kinder aus der Gruppe „Blau“ Geburtstaggeschenke für die Schwestern. Diese wiederum sind ebenfalls kreativ und fertigen für die Mädchen kleine Täschchen und für die Jungs Lederbeutel oder schicken Tüten voll selbstgemachten Basteleien und Süßigkeiten an die Kinder.

Die Kinder erleben durch den intensiven Kontakt auch, dass manch ältere Schwester in dieser Zeit verstirbt. Dies ist Anlass für oft tiefgründige Fragen und Gespräche nach dem Leben und Tod, die auch die Erzieherinnen immer wieder ins Nachdenken bringen – manchmal wird eine Frage in Briefen an eine Schwester übermittelt, die dann einige Tage später sehr persönlich beantwortet wird. Die Kinder kennen die verstorbenen Schwestern dann auch namentlich schicken ihnen Wünsche in den Himmel, wie beispielsweise, dass sie den lieben Gott treffen mögen. Aber auch Ausgefalleneres ist dabei, so „eine Motorradfahrt durch den Himmel“.

„Seid ihr alle eingesperrt?“ Diese Frage beschäftigte Paul zu Beginn der Lockdownzeit im November und bekam von Schwester Noberta eine ausführliche Antwort, wie sie gerade die Zeit im Kloster erlebt. Die Briefe können die Kinder bei ihren Erzieherinnen abgeben oder auch selbst in den extra für die Schwestern gebastelten Briefkasten werfen.

Ganz besondere Momente entstehen, wenn es eine Videobotschaft von den Schwestern gibt und sich alle Kinder um den Laptop versammeln. Aufmerksam lauschen sie den Worten, Liedern und Segenswünschen. Und dann packen sie schön der Reihe nach die Geschenke aus und freuen sich über Süßigkeiten genauso wie über persönliche Gaben. Die Kinder wiederrum schicken dann auch Videobotschaften an die Schwestern zurück.

Diese Themen werden ganz offensichtlich auch zu Hause in den Familien erzählt. Die Eltern sind ganz begeistert über die Kontakte und die Vielfalt der Impulse, die die Kinder aus diesen virtuellen und postalischen „persönlichen“ Begegnungen für ihre Entwicklung erhalten.

Und so kurz vor Weihnachten werden nun die letzten Türchen im KiTa-Adventskalender im Kloster geöffnet bevor dann auch diese Begegnungen über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel erst einmal ruhen. Aber für alle Beteiligten steht fest, dass sie die Verbindung nach dieser Ruhezeit ab 10. Januar wiederaufnehmen werden – egal ob es dann „nur“ eine Notbetreuung gibt oder ob alle Kinder wieder in der KiTa betreut werden dürfen.