Hier können Sie
bleiben wer Sie sind.

Finger schreiben auf einer Tastatur für Menschen mit Sehbehinderung

Gespeichert für Sie
unser Pressearchiv

Hier halten wir für Sie unsere Pressemitteilungen des vergangenen Jahres zugänglich.

„Wunschpartner für Weiterführung“

Gruppenbild im Rahmen der Zustiftungsfeier

Sie sind allesamt froh, dass das Franziskusheim nun in neuen Händen ist (von links): Alexander Bernhard, Schwester Ute Trompisch, Heiligenbronner Stiftungsvorstand Dr. Thorsten Hinz, Boris Strehle, Altenhilfeleiter beim neuen Träger, Schwester Witburga Mendler, Hubert Bernhard und die Schwestern Elen Decker und Verena Traub. Foto: Moritz Pahlow

Seit dem 1. Januar unterliegt das Schwenninger Franziskusheim nicht mehr der Trägerschaft der Bonlander Schwestern. Mit einem Empfang wurde gestern die Zustiftung an die stiftung st. franziskus heiligenbronn gefeiert.

Mitarbeiter des Franziskusheims, die Führungsebene der Stiftung sowie Freunde der Einrichtung stießen bei Buffet und verschiedenen Reden auf die Zukunft unter neuer Trägerschaft an. Zauberkünstler Eric Meiser unterhielt nach dem offiziellen Part die Gäste mit einigen Tricks und sorgte auch während des Buffets an den einzelnen Tischen für Verblüffung. Eröffnet wurde der Festakt von einem Liedvortrag der Kita-Kinder.

Bereits im Frühjahr 2019 wurde bekannt, dass die Schwestern des Klosters Bonlanden die Verantwortung für das Schwenninger Heim und die ebenfalls darin untergebrachte Kindertagesstätte abgeben werden. Zu hoch sei das durchschnittliche Alter der Schwestern mittlerweile, zu groß der Aufwand mit dem Betrieb der Einrichtung am Neckar.

„Altenhilfeeinrichtungen stehen vor immer komplexeren Anforderungen an die Betreiber mit der ganzen inhaltlichen und wirtschaftlichen Gesamtverantwortung“, lautete die Begründung von Provinzoberin Schwester Witburga Mendler. Die stiftung st. franziskus heiligenbronn sei der Wunschpartner gewesen aufgrund der guten Erfahrungen im Rahmen der Zustiftung des Kinderheims Villingen-Schwenningen 1999 und dem christlich-franziskanischen Profil der Stiftung aus Heiligenbronn.

Neuer Heimleiter seit dem 1. Januar ist Alexander Bernhard von der stiftung st. franziskus heiligenbronn. Der 34-Jährige, der bisher nur als Mitarbeiter bei der Stiftung tätig gewesen war, hat zu Zeiten seines Studiums in Verbindung mit der Stiftungsarbeit Einblicke in das Altenpflegewesen bekommen und sieht sich daher selbst bestens gerüstet für die Aufgaben in dieser Führungsposition, wie er erklärt.

Für die Bewohner der Altenpflegeeinrichtung sowie für die Kinder in der Kita ändere sich in Zukunft rein gar nichts, versichert Bernhard. Lediglich die Verwaltung der Einrichtung werde der Zentralverwaltung des neuen Trägers in Heiligenbronn eingegliedert.

Ein Heim wie das in Schwenningen, mit 80 Pflegeplätzen sowie Tagespflege und Kita, in die eigene Trägerschaft zu übernehmen, sei freilich eine große Herausforderung, gibt Bernhard zu. Doch sein Vater Hubert Bernhard, Heiligenbronner Stiftungsvorstand, sieht es als Verpflichtung der stiftung st. franziskus heiligenbronn, eine Einrichtung wie die in Schwenningen zu übernehmen und in ihrem Stil am Leben zu erhalten. „Das Wohlergehen des Menschen ist teil seines Lebens“, weiß Bernhard.

„Alle Mitarbeiter haben den Übernahmevertrag unterschrieben“, lautete eine freudige Mitteilung Bernhards. Somit müsse für die Aufgaben in der Pflege sowie Alten- und Kinderbetreuung nicht nach neuen Personal gesucht werden. Von der Unterbringung von Kindern und Senioren unter einem Dach verspricht sich Hubert Bernhard einen Mehrwert für beide Seiten: „So werden soziale Kompetenzen der Kinder entwickelt und gestärkt und die der Senioren erhalten.“

Mitte Dezember wurde bereits die notarielle Beurkundung für die Zustiftung unterzeichnet, zum Jahresbeginn fand nun der Trägerwechsel statt.

Bericht aus DIE NECKARQUELLE vom 23.1.2020