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älterer Mann und Pflegerin lesen gemeinsam in der Zeitung

Langeweile, Aggressionen, Ängste – Entspannung tut gut!

Zauberbaum

Am Ende einer Entspannungseinheit in einer KiFaz-Wohngruppe entstand dieser Zauberbaum, der für jeden Menschen eine persönliche Kraftquelle bereithält. Foto: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Wie geht es eigentlich Kindern und Jugendlichen, die in Wohngruppen leben? Im Heimbereich des Kinder- und Familienzentrum sind aktuell knapp 40 junge Menschen in verschiedenen Wohngruppen in Villingen-Schwenningen untergebracht. Auch sie sind seit Beginn der Coronakrise von Besuchsverboten und Ausgangsbeschränkungen betroffen.

Bis zu acht bunt zusammengewürfelte Kinder und Jugendliche unter einem Dach – so etwas wie eine Großfamilie, bei der jedoch immer wieder im Schichtdienst wechselnde Betreuer sich um das Wohl der jungen Menschen kümmern. Morgens finden Schulaufgaben statt - was wie in Familien sonst auch – unterschiedlich gut gelingt. Und sonst? Die Nachmittage, Abende und Wochenenden sind lang… da gibt es Langeweile, Stress untereinander und das Freizeitprogramm kann nur begrenzt die Bedürfnisse aller berücksichtigen.

Etwas Abwechslung bieten da die Entspannungsangebote von Fr. Dr. Brenneisen-Kubon. Im Rahmen ihrer psychiatrischen Fachdiensttätigkeit in der Jugendhilfe der stiftung st. franziskus bietet sie seit Beginn der Schulschließungen diese Gruppenangebote an. In der Wohngemeinschaft Martin wird sie von 4 Mädchen stets freudig erwartet. „Ich denk manchmal auch noch einige Tage später über die Geschichte nach“ meint die 17jährige Shannon. Manche Jugendlichen sind nach dem Hören der Geschichte noch ganz vertieft ins Malen eines persönlichen Bildes. Wieder andere greifen Gedanken aus dem Entspannungsangebot in ihren Einzelgesprächen mit Petra Brenneisen-Kubon oder ihren Betreuerinnen auf.

Die Mischung aus Autogenem Training, Fantasiereise und Malen von Bildern spricht die Kindern und Jugendlichen ganz unterschiedlich an. „Es wirkt wie eine kleine Insel, auf der die eigenen Ressourcen wiederentdeckt werden können. Und manchen gibt es Orientierung in dieser Zeit voll Ungewissheit und Unsicherheit“ erläutert Petra Brenneisen-Kubon ihre Erfahrungen mit den Entspannungsstunden auf den Wohngruppen.

Am Ende der Einheit zeigen die Mädchen stolz ihre persönlichen Entspannungs-Ordner mit Geschichten, Bildern und eigenen Notizen zu Themen, die sie aktuell bewegen. Erstaunlich was diese kurzen Impulse an Kraftquelle oder einfach auch nur wohltuende Entspannung bieten!