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älterer Mann und Pflegerin lesen gemeinsam in der Zeitung

Gockelgilde spendet „Wegezoll“ für aktuelle KiFaz-Projekte

Gruppenbild bei der Übergabe des Spendenschecks

Strahlende Gesichter bei der Spendenübergabe im KiFaz, von links nach rechts: Gockelgilde-Vorstandsmitglieder Stefanie Kordis, Melanie de Surmont, Stefan Wiesbaum und Jugendhilfe-Leiter Matthias Ries mit Bogdan, Shannon und Dion. Bild: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Zollhaus-Gockelgilde bei ihrer Fasnets-Zoll-Aktion

Von weitem beobachtet Jugendhilfe-Leiter Matthias Ries (am rechten Bildrand in blauer Jacke) die Zollhaus-Gockelgilde bei ihrer Fasnets-Zoll-Aktion zu Gunsten der Stiftungs-Jugendhilfe. Bild: stiftung st. franziskus heiligenbronn

In der närrischen Zeit trifft man am Ortseingang vom Zollhaus in VS-Schwenningen an einem Freitagnachmittag auf eine ganz besondere Truppe. In badische und württembergische „Zöllner“ gewandete freundliche Herren halten Autos an und verlangen „Wegezoll“ für einen guten Zweck – dieses Jahr kamen stolze 3.111 Euro für das Kinder- und Familienzentrum (KiFaz) Villingen-Schwenningen zusammen.

Zur offiziellen Spendenübergabe in der vergangenen Woche kamen Gockelgilde-Vorsitzende Melanie de Surmont, Stefanie Kordis und Stefan Wiesbaum und wurden von Jugendhilfe-Leiter Matthias Ries und drei Jugendliche aus den KiFaz-Wohngruppen empfangen. Während Ries über aktuelle Jugendhilfe-Projekte informierte, erzählten Shannon, Dion und Bogdan aus ihrem Lebensalltag in einer Wohngruppe: Von der Unterstützung für die Schule und Berufsfindung, von der persönlichen Begleitung in schwierigen Stunden, z.B. wenn die Trennung von der Ursprungsfamilie weh tut oder von gemeinsamen Freizeitaktivitäten und auch darüber, dass das KiFaz schon eine Art Heimat für sie geworden sei.

Matthias Ries erläuterte, dass das aktuelle Theaterprojekt „Ich - Du - Wir“ oder die Jugendhilfe-Band in besonderer Weise die Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen fördert. Sie können sich in den Theaterproben in verschiedenen Rollen ausprobieren und schauen, welche Wirkung sie auf ihre Mitspieler und Zuschauer haben. Die sechs Jugendhilfe-Bandmitglieder sind gerade erst bei der Beteiligungswerkstatt vor über 40 Wohn- und Tagesgruppen Kindern aufgetreten. Das aufeinander Hören und das Zusammenspielen hat gut geklappt. Die Freude am Musizieren sprang auf die anwesenden Kinder, Jugendlichen und ihre Betreuer über und so gab es einen tollen Applaus und eine gehörige Portion Selbstvertrauen dazu. Für die Jugendlichen aus schwierigen familiären Verhältnissen sind solche Projekte besonders wichtig, um sie auf ihrem Weg ins Leben zu stärken. Gleichzeitig sind sie jedoch nur über Spendenmittel zu realisieren, denn „über die Regelfinanzierung wird der Alltag abgedeckt – Wohnen, Essen, Betreuung, Schule und im Bedarfsfall therapeutische Hilfen“, so Ries. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass aus der Mitte der Gesellschaft heraus auch immer wieder Menschen an unsere Kinder hier vor Ort denken und sie unterstützten.“

Auch die Zöllner erzählten noch von so machen Begebenheiten vom „Zolltag“. Von Menschen, die extra mehrmals am „Zoll“ vorbei kamen um die Aktion zu unterstützen. Bis hin zu Männern die gerne eine Rose, die durch die „Zöllner“ am Valentinstag verteilt wurden, für Ihre Frauen mitnahmen.

Somit trug jeder einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Aktion bei.