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Check Deine Lehrer um! – beim „Bubble Soccer“-Nachmittag der Tagesgruppe

"Bubble Soccer"-Spieler beim Kampf um den Ball

Jugendliche des Villinger SBBZ der Jugendhilfe der stiftung st. franziskus lernten mit ihren Lehrern und Erziehern die neue Trendsportart „Bubble Soccer“ in Königsfeld kennen. Fotos: Thomas Winkler

Die "Bubble Soccer"-Spieler stehen sich vor eginn des Spiels gegenüber

Königsfeld.
Das Tagesgruppenprogramm in den Fasnetsferien hielt für die Jugendlichen des Villinger Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ Hauptschule) des KiFaz ein besonderes Schmankerl bereit: Bubble Soccer. Bei dieser Freizeitaktivität, die ursprünglich aus Norwegen stammt, schlüpfen die Spieler mit ihren Oberkörpern in aufblasbare Kugeln (Bubbles), welche gleichzeitig als Airbag fungieren.

Der Kopf ist geschützt, die Beine sind frei und so entsteht beim Spielen ein vom klassischen Fußball ganz entscheidender Unterschied: Bodychecks sind ausdrücklich erlaubt! Ziel bleibt trotzdem, möglichst viele Tore zu schießen, dabei können Mitspieler die Gegenspieler umwerfen und so den Weg zum Tor freibahnen.  Die neun Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 16 Jahren konnten ihre Vorfreude kaum erwarten: Schon vor Anpfiff des Spiels hatte Schiedsrichter und Chef der Soccerhalle in Königsfeld, Robert Vorih, alle Hände voll zu tun, die roten und blauen Mitspieler in ihre Spielhälften zu organisieren. Kaum in das Bubble geschlüpft, wurde einander angegangen: Endlich mal kämpfen und rangeln ohne Regeln, die gegenseitige Verletzungsgefahr ist gering.

Dass Bubble-Soccer sehr anstrengend ist, zeigen die kurzen Spielzeiten beim offiziellen Spiel. Eine Halbzeit dauert max. sieben Minuten, da ständiges Anlaufen, Umchecken und Wiederaufstehen für ungeahnte Schweißströme sorgen. Hinzu kommt die schlechte Belüftung, da der Kopf im Bubble steckt. Die Jugendlichen nahmen den sportlichen Kampf jedoch sofort dankend an. Wann können sie sonst mal Ihre Lehrer und Erzieher ungestraft anrempeln und zu Boden checken? Durch das höhere Gewicht lagen die Vorteile klar auf den Seiten der Erwachsenen, die Jugendlichen glänzten jedoch mit erstaunlichen Nehmerqualitäten. Das Spiel um den „Ball mit dem Tor“ wurde zur Nebensache. Vielmehr ging es darum, einen Gegner im besten Fall hinterrücks anzulaufen und heimtückisch umzurempeln, so dass dieser auch mal mit dem Kopf nach unten, die Füße oben aus dem Bubble hilflos strampelnd, in eine unmanövrierbare Lage gebracht wurde.

Nach insgesamt einer Stunde „Kampf“ inklusive Pausenzeiten, waren die Energietanks dann aber doch unter Reserve, und man schlüpfte aus den Bubbles so nass wie ein Küken aus dem Ei, gleichzeitig mit der Frage: „Machen wir das morgen wieder?“

Ein herzliches Dankeschön der Jugendlichen und Betreuer der Jugendhilfe der stiftung st. franziskus heiligenbronn ging an Robert Vorih, der diesen außergewöhnlichen Nachmittag kostenfrei ermöglichte und zusagte dass die Königsfelder soccer-Halle schon bald wieder auf dem Programm stehen darf.

Thomas Winkler