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Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters spielt in Heiligenbronn

Dirigent Stefan R. Halder

Leitet seit fünf Jahren das Landespolizeiorchester: Stefan R. Halder. Foto: LPO

Am kommenden Samstag, 25. Mai, gibt das Landespolizeiorchester bereits zum zweiten Mal ein Benefizkonzert in der stiftung st. franziskus heiligenbronn. Das 29-köpfige Berufsblasorchester spielt ab 17 Uhr im Elisabetha-Glöckler-Saal in Heiligenbronn zugunsten der Spendenaktion „Wir machen Schule. Machen Sie mit.“ Der Eintritt ist frei, Spendeneinnahmen fließen in den Neubau der Schulsporthalle St. Christophorus. Schirmherr ist der Schramberger Oberbürgermeister Thomas Herzog. Das Repertoire reicht von traditioneller und sinfonischer Blasmusik über klassische Musik bis hin zur Literatur für Big Band sowie aus Pop und Rock. Kompositionen junger Komponisten aus Baden-Württemberg stehen bei diesem Auftritt im Zentrum. Neben dem musikalische Leiter und Chefdirigenten des Landespolizeiorchesters, Stefan R. Halder, führt der Master Student Elias Zuckschwerdt, Dirigent des Musikvereins Winzeln, den Taktstock.

 

Interview mit Prof. Stefan R. Halder zum Konzert des Landespolizeiorchester in Heiligenbronn am 25. Mai 2019

Seit fünf Jahren ist Stefan R. Halder der musikalische Leiter des Landespolizeiorchester, seit vier dessen Chefdirigent. Der Klarinettist absolvierte seine Studien an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, wo er seit 2005 selber unterrichtet und seit 2017 den Titel des Honorarprofessors trägt.

Prof. Halder, vor drei Jahren waren Sie bereits mit dem Landespolizeiorchester in Heiligenbronn, nun geben zum zweiten Mal ein Benefizkonzert bei der stiftung st franzikus heiligenbronn. Was hat Sie dazu bewogen?
Damals war Herr Zinell Schirmherr der Veranstaltung. Er hat sich in den Jahren zuvor sehr für unser Orchester eingesetzt. Daher war es eine Selbstverständlichkeit für uns in Heiligenbronn aufzutreten. Die Halle reichte für die vielen Zuhörer nicht aus, die Menschen ließen sich von unserer Musik begeistern. Aber auch ganz grundsätzlich finden wir die Arbeit der stiftung st. franziskus heiligenbronn ganz wunderbar und unterstützen diese sehr, sehr gerne.

Warum liegen Ihnen Benefizkonzerte besonders am Herzen?
Bei Benefizkonzerte geht der Reinerlös an Menschen, die bedürftig sind oder sich für andere einsetzen. Die Polizei ist „Freund und Helfer“, daher passt gerade diese Konzertform so gut zu uns. 

Wie viele Auftritte jährlich absolviert das Landespolizeiorchester, wo liegen dabei die Schwerpunkte?
Das Orchester absolviert rund 120 Auftritte im Jahr. Darunter polizeieigene Veranstaltungen wie Vereidigungen, Amtseinführungen, Verabschiedungen, Tage der offenen Tür, Konzerte als öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zur Präsentation der Polizei, zur Unterstützung der Arbeit von Polizeiprävention, Blaulichttage bei Gartenschauen oder ähnlichen Veranstaltungen, Ehrung von Bürgern, die Herausragendes geleistet haben. Schülerkonzerte sind ein weiteres Aufgabenfeld, das wir uns in den letzten Jahren erschlossen haben. Die Orchestermusiker sind hierbei oft der erste Kontakt der Kinder mit der Polizei. Die Begeisterung der Kleinen zu erleben, ist einfach großartig. Ganz nebenbei gibt es keine bessere Werbung für die Polizei des Landes. Dann spielen wir rund 50 Benefizkonzerte im Jahr für Vereine, Stiftungen, Gemeinden oder Kirchen und pflegen enge Kooperationen mit der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und den Blasmusikverbänden des Landes.

Die Förderung junger Komponisten aus Baden-Württemberg ist Ihnen ein besonderes Anliegen. Spiegelt sich das im diesjährigen Programm wider?
Kompositionen junger Komponisten aus Baden-Württemberg stehen bei diesem Konzert sogar im Zentrum. So erklingt die „Schwaben Ouvertüre“ von Patrick Egge, „Die Echaz“ von Nikodemus Gollnau, „Ein Schwabe in New York“ von Fynn Müller, Auszüge von „Eine Albsinfonie“ von Ralf Bernardy und Arrangements von Tobias Becker und Thomas M. Förster. Außerdem werden zwei Master Studierende mit „Hounds of Spring“ von Alfred Reed und „Der Magnetberg“ von Mario Bürki zwei Pflichtstücke des internationalen Dirigentenwettbewerbs in Osnabrück dirigieren. Elias Zuckschwerdt, Dirigent des Musikvereins Winzeln, ist einer der beiden.

Sie unterrichten Blasorchesterleitung in Trossingen an der Hochschule. Wie verbinden Sie Ihre Tätigkeit als Honorarprofessor an der Musikhochschule mit dem Dirigat beim Landespolizeiorchester?
Die Master Studenten spielen pro Semester bis zu dreißig Proben und Konzerte im Landespolizeiorchester mit. Dafür steht ihnen das Orchester für die Lehre zur Verfügung. Sie dürfen Proben leiten und, wie in Heiligenbronn, auch Stücke im Konzert dirigieren. Mit den Profimusikern haben sie außerdem Ansprechpartner für alle Fragen die sich ein Dirigent im Laufe seiner Ausbildung stellt.  Das ist eine bundesweit einmalige Kooperation die vergangenes Jahr von Innenminister Thomas Strobl ganz offiziell unterzeichnet werden konnte.