Arbeit für Menschen mit Sinnesbehinderung in unseren Werkstätten
In den Werkstätten der stiftung st. franziskus heiligenbronn stellen wir im Rahmen unseres Reha-Auftrages den Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt, bieten ihm eine größtmögliche Beteiligung und individuell zugeschnittene Beschäftigungs- und Förderangebote, die auch der Weiterentwicklung seiner Gesamtpersönlichkeit dienen.
Individuelle Entwicklungsplanung
In einem Gespräch zur individuellen Entwicklungsplanung werden gemeinsam Förderziele- und Maßnahmen vereinbart. Dabei steht der Mensch mit Behinderung mit seinen Wünschen im Mittelpunkt. Die festgelegten Fördermaßnahmen dienen seiner Persönlichkeitsentwicklung.
Arbeitsbegleitende Maßnahmen
Ein weiterer wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit in den Werkstätten stellen die Arbeitsbegleitenden Maßnahmen (ABM) dar. Es reicht von Bewegungsangeboten über blinden-, gehörlosen- und taubblindenspezifische Lernfelder bis hin zu allgemein interessanten Themen.
Zusätzlich bieten wir am Bedarf orientierte Trainings an für Förderziele wie Selbstsicherheit, Alkoholprävention oder Gebärdensprache. Darüber hinaus gibt es auch Einzelförderungen z.B. in der Mobilität.
Die Werkstatt für sinnesbehinderte Menschen
Die Werkstatt für sinnesbehinderte Menschen (WfbM) der stiftung st. franziskus heiligenbronn im Haus Teresa beschäftigt erwachsene Menschen mit Sinnesbehinderungen, auf die sie auch baulich z.B. mit Wegeleitsystemen ausgerichtet ist: blinde und sehbehinderte, gehörlose und schwerhörige, taubblinde und mehrfach behinderte Menschen. Der Vorrichtungsbau ermöglicht blinden Beschäftigten die Ausführung vieler Tätigkeiten. Die Fachkräfte der Werkstatt sind besonders qualifiziert in gehörlosen- und taubblindenspezifischen Kommunikationsformen wie Gebärdensprache, Lormen und taktilem Gebärden.
In der WfbM wird in Montagearbeitsgruppen für die Industrie gearbeitet. Darunter gibt es auch zwei spezielle Montagegruppen für Gehörlose mit Gebärdenkommunikation und eine Fördergruppe für Menschen mit erhöhtem Förder- und Betreuungsbedarf.
Zum Angebot der WfbM gehören auch eine Landwirtschafts- und Grüne Gruppe sowie ausgelagerte Arbeitsplätze in unseren Regiebetrieben (Malerwerkstatt, Hauswirtschaft, Bäckerei, Schreinerei, Gärtnerei, Küche) sowie im Kloster.
Die Blindenwerkstatt in Heiligenbronn
Bürstenmacherei und Korbflechterwerkstatt setzen noch heute die Heiligenbronner Tradition der Blindenwerkstätten fort. Die blinden oder sehbehinderten und zum Teil taubblinden Mitarbeiter fertigen in Handarbeit hochwertige Blindenwaren. In mehrjähriger Ausbildung können die Handwerksberufe des Bürsten- und Pinselmachers, des Bürsteneinziehers und des Korbmachers bzw. des Flechtwerkgestalters in unserer Blindenwerkstatt erlernt werden. Darüber hinaus arbeiten auch einige mehrfachbehinderte Menschen in der Blindenwerkstatt, die für dieses Tätigkeitsfeld angelernt wurden.
zu den Produkten der Bürstenmacherei und der Korbmacherei...
Berufsbildungsbereich
Im Berufsbildungsbereich der WfbM werden die Beschäftigten zwei Jahre von Arbeitserziehern nach ihren Fähigkeiten angeleitet, gefördert und auf den Eintritt in die Werkstatt vorbereitet. Hier wird auch herausgefunden, welche Tätigkeit der Eignung und den Neigungen des Einzelnen am meisten entspricht.
Integrationsangebote
Zu den Integrationsangebote für die Beschäftigten in unseren Werkstätten gehören die Vermittlung von Praktika und Arbeitsmöglichkeiten in der freien Wirtschaft, die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten und die Vermittlung ausgelagerter Arbeitsplätze außerhalb von Heiligenbronn.





