19.06.2012

Bei der Motorradausfahrt der Internate in der stiftung st. franziskus heiligenbronn mit den Motorradfreunden der Polizei Rottweil und den Motorradfreunden Aichhalden-Rötenberg konnten alle sinnesbehinderten Schüler aus den Förderzentren einen Platz als Beifahrer oder im Beiwagen finden. Foto: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Bei den Schülern aus den Stiftungs-Förderzentren stießen schon die über 50 versammelten Motorräder auf großes Interesse. Foto: Holzer
Schramberg-Heiligenbronn.
Zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde für viele sinnesbehinderte Schüler aus den Förderzentren der stiftung st. franziskus heiligenbronn die erneut veranstaltete Motorradausfahrt mit den Motorradfreunden der Polizei Rottweil und des Clubs Aichhalden-Rötenberg.
Die Rekordzahl von über 50 Bikern mit ihren beeindruckenden Gefährten versammelte sich vor dem Hofladen der stiftung st. franziskus. Die Schüler aus den Förderzentren mit ihren Betreuern und Eltern konnten sich ein passendes Motorrad heraussuchen und wurden auch mit Helmen ausgestattet. Dann ging es in mehreren Gruppen los auf eine Rundfahrt von rund 60 Kilometern zwischen Neckar und Schwarzwald oder auch auf kürzere Strecken. Einige Biker drehten eigens kleinere Runden für die Kinder, die sich nicht so lange auf dem Beifahrersitz halten können oder lieber im Beiwagen sitzen wollten.
Das Wetter war geradezu ideal für die Ausfahrt und so erlebten die Heiligenbronner Schüler die heimische Landschaft einmal aus einer anderen Perspektive. Einige Kinder hatten der Mitfahrt mit ängstlichen Gefühlen entgegengefiebert, stießen aber auf sehr einfühlsame Fahrer und wagten die Mutprobe. "Sie kamen mit strahlenden Gesichtern zurück und sind stolz auf ein großes Erfolgserlebnis", berichtet Internatsleiterin Gisela Kunz, die die Ausfahrt gemeinsam mit Stefan Eckl, dem ersten Vorsitzenden der Motorradfreunde der Polizei, organisiert hatte.
Parallel zur Motorradausfahrt lud die Stiftung auch ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter aus der Behindertenhilfe Erwachsene zu einem Fest vor dem Elisabetha-Glöckler-Saal als kleinem Dankeschön für die wertvolle Mitarbeit, bei der Bewohner der Stiftung begleitet und unterstützt werden oder auch praktische Hilfsdienste verrichtet werden. Auch die Schüler der Förderzentren und die Motorradfahrer der beiden Vereine stärkten sich nach ihren kleinen und großen Runden bei diesem Fest mit Gegrilltem. Reinhard und Melanie Günter sowie Internatsmitarbeiter Martin Müller, allesamt Mitglieder der Tennenbronner Gruppe "Querbeet", spielten dazu live Rock- und Popklassiker und gaben der kurvenreichen Ausfahrt und dem Ehrenamtstreffen einen festlichen Ausklang. Auch für nächstes Jahr ist wieder ein solches Event geplant.