19.07.2018

Historischer Rundgang zum Kloster Heiligenbronn mit Audioguide

Mitarbeiterin Anna-Maria Kallweit an der ersten Station des historischen Rundgangs im Klosterhof

Station 1 des historischen Rundgangs durch Heiligenbronn ist gleich im Klosterhof bei der Kirche. Mitarbeiterin Anna-Maria Kallweit steht hier mit dem an der Pforte ausleihbaren Soundwürfel vor dem historischen Bildstock aus dem 18. Jahrhundert und lässt sich die Geschichte erzählen. Foto: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Schramberg-Heiligenbronn.
Für Besucher und alle Interessierten haben das Kloster und die stiftung st. franziskus heiligenbronn ein neues Angebot entwickelt: einen historischen Rundgang mit acht Stationen. Ein Audioguide macht dabei die Geschichte auch hörbar.

Im Rahmen des Stiftungsfestes wurde der Rundgang offiziell vorgestellt. Er ist mit orangenen Tafeln im Klostergelände markiert. Sie führen vom Klosterhof rund um die Kirche entlang der historischen Klostergebäude wie auch einiger Stiftungsgebäude mit einem kleinen Abstecher zum Schwesternfriedhof und wieder zurück zum Klosterhof. Die Dauer des Rundgangs mit Informationen ist auf etwa 45 Minuten angelegt. Die Besucher bestimmen das Tempo aber selbst.

Dabei liefert eine Broschüre mit dem vollständigen Text zum historischen Rundgang oder ein Audioguide die Informationen und Geschichten. Die Broschüre ist kostenlos an der Pforte der Stiftung oder in der Wallfahrtskirche St. Gallus erhältlich. Der Audioguide kann an den Stationstafeln mit Hilfe eines QR-Codes oder direkt von der Homepage www.kloster-heiligenbronn.de auf das eigene Smartphone geladen werden. An der Pforte kann aber auch ein Soundwürfel ausgeliehen werden, mit dem man sich die gesprochenen Erläuterungen vor Ort anhören kann. Die Pforte hat geöffnet von 7.30 Uhr bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr (in den Ferien bis 17 Uhr) montags bis freitags sowie am Samstag von 10 bis 15 Uhr (in den Ferien geschlossen).

Gesprochen werden die Texte von Generaloberin Schwester Agnes Löber, Generalvikarin Dorothea Thomalla, Josef Fleig aus dem Wallfahrtsteam, Stiftungsarchitekt Michael Wühr und dem blinden Bürstenmacher Anibal Correia. Dazu sind auch die Originalstimmen verstorbener Schwestern, des Tonfigurenkünstlers Raul Castro und ein Auszug aus dem David-Fuchs-Musiktheater zu hören. Als Erzähler spricht Matthias Kastning von der Agentur AudiotexTour in Schramberg, der den Audioguide auch mit Originalgeräuschen und Gitarrenmusik angereichert hat. Die Broschüre und die Tafeln hat die Schramberger Agentur Linkdesign gestaltet.

Die Spaziergänger auf dem historischen Rundgang erhalten also multimediale Einblicke in die Geschichte von Wallfahrt, Kloster und Stiftung, werden mit dem Leben des Klostergründers David Fuchs (1825-1885) vertraut gemacht, an dessen neu aufgestellter Büste der Weg vorbeiführt, und werden auf architektonische Besonderheiten aufmerksam gemacht. Beim Haus St. Antonius wird die dramatische Geschichte von der Flucht des Rottenburger Bischofs Joannes Baptista Sproll 1938 erzählt, zu der aus den Erinnerungen des Klostermetzgers Ludwig Kimmich zitiert wird.

So wird die Einrichtungs- wie die Baugeschichte auf verschiedenen Kanälen lebendig vermittelt. Die Projektgruppe aus Kloster und Stiftung will mit diesem Angebot zum Besuch des Wallfahrtsortes einladen und seine Geschichte unabhängig von Führungen und Öffnungszeiten nahebringen.