29.06.2018

Open-Air-Kino in Heiligenbronn für die ganze Familie vom 19. bis 21. Juli

Szenenbild aus "Die kleine Hexe"

Karoline Herfurth reitet als kleine Hexe am Freitag, 20. Juli, über die Großleinwand des Open-Air-Kinos im Klosterhof Heiligenbronn. Foto: Studiocanal

Szenenbild aus "Dieses bescheuerte Herz"

Lenny (Elyas M'Barek, Mitte) wandelt sich in dem berührenden Drama "Dieses bescheuerte Herz" vom oberflächlichen Lebemann zum mitfühlenden Freund. Es wird beim Open-Air-Kino Heiligenbronn am Samstag, 21. Juli, gezeigt. Foto: Constantin Film

Schramberg-Heiligenbronn.
Das Open-Air-Kino der stiftung st. franziskus in Heiligenbronn gemeinsam mit den Subiaco-Kinos ist seit 2004 eine feste Größe im regionalen Kulturkalender. Inmitten des Klosterhofes werden auch in diesem Jahr von Donnerstag bis Samstag, 19. bis 21. Juli, aktuelle Publikumsmagneten auf eine meterhohe Leinwand projiziert.

Mit "Maria Magdalena", "Die kleine Hexe" und "Dieses bescheuerte Herz" ist für alle Altersgruppen etwas dabei. Musikalische Unterhaltung verschiedener Bands und unterschiedliche Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene stimmen an allen Tagen ab 19 Uhr auf die Filme ein. Die Bewirtung mit thematisch zum Film passenden Snacks und Getränken übernehmen die Wohngruppen der Stiftung. Wem der Sinn weniger nach Kino steht, der kann das Familienprogramm gesondert besuchen; der Eintritt dazu ist frei.

Die Kinokasse ist ebenfalls ab 19 Uhr geöffnet. Ab Einbruch der Dunkelheit lässt es sich in einem der 500 gepolsterten Gartensessel im Klosterhof bequem Platz nehmen, Filmstart ist gegen 21.45 Uhr. Bei Regen werden Programm und Filmvorführung in den Elisabetha-Glöckler-Saal verlegt.

Im Bibelepos "Maria Magdalena" am Donnerstag, 19. Juli, rückt Regisseur Garth Davis die Jüngerin Jesu' in den Mittelpunkt der Handlung. In der Gefolgschaft Jesu' (Joaquin Phoenix) wird Maria Magdalena (Rooney Mara) Zeugin seiner Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung und gilt damit als eine der zentralen Figuren der Bibelgeschichte. Die junge Frau rebelliert selbstbewusst und mutig gegen die Geschlechterrollen und Hierarchien ihrer Zeit.

Für einen lockeren Einstieg in den ersten Abend sorgt  die Formation "Querbeet". Die Musiker aus Tennenbronn spielen Hits und Evergreens aus 40 Jahren Popgeschichte zum Mitsummen und -wippen.

Ganz im Zeichen der Familie steht der Freitag, 20. Juli. Dann fliegt bei Einbruch der Dunkelheit die kleine Hexe auf ihrem Besen über die Fassade des Klosters und bezaubert mit ihrem Raben Abraxas sicher nicht nur die kleinen Besucher. Schließlich kennen bereits zahlreiche Kindergenerationen den Klassiker von Otfried Preußler. Karoline Herfurth in der Rolle der 127-Jährigen Junghexe schleicht sich heimlich zur Walpurgisnacht. Als sie von der bösen Muhme Rumpumpel (Suzanne von Borsody) erwischt wird, folgt ein echtes Hexengericht. Zur Strafe muss die kleine Hexe nicht nur Zaubersprüche pauken, sondern auch zeigen, was eine gute Hexe ausmacht. Dabei stellen sie und Abraxas (gesprochen von Axel Prahl) die Hexenregeln gehörig auf den Kopf.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt am Samstag der Pianist Nicolai Jan Hübner. "Chill-Out-Songs" nennt der 25-Jährige aus Sasbach seine romantischen Arrangements, ideale Begleiter für einen lauen Sommerabend. Schwungvoll geht es schließlich beim Auftritt der "Rocking Rollis" zu. Mit viel Freude an Bewegung und Musik lässt die inklusive Rollstuhl-Tanzgruppe der Stiftung die Räder tanzen.

Im wahrsten Sinne um Herzkino geht es am Samstag, 21. Juli. In der Romanverfilmung "Dieses bescheuerte Herz" werden ein 30-jähriger Lebemann und ein 15-jähriger herzkranker Junge zu Freunden. Jungstar Elyas M'Barek verkörpert den jungen Lenny, der sein Leben mit Feiern, Kiffen und Trinken verbringt. Sein Vater, ein gut verdienender Herzspezialist, verlangt von ihm schließlich, den seit Geburt schwer herzkranken 15-jährigen David (Philip Noah Schwarz) zu betreuen. Das klappt nicht von Anfang an gut, doch langsam wachsen die zwei zusammen. Der Film lebt vom Aufeinanderprallen zweier Welten, von Wortwitz und Situationskomik und bietet ein berührendes Ende.

Leicht und beschwingt runden "Lietz & Lotte" den Abend musikalisch ab. In den Chansons der deutsch-französischen Sängerin Charlotte Rott-Fournier und des Freiburger Gitarristen Rainer Lietzmann geht es mal lustig und wortakrobatisch, mal nachdenklich und politisch zu. Neben berühmten Stücken von George Brassens, Léo Ferré oder Boris Vian interpretieren sie auch weniger geläufige Chansons.

Mehr Informationen zum Open-Air-Kino in Heiligenbronn im Internet unter www.stiftung-st-franziskus.de/open-air-kino