23.10.2017

Marcus Adrian als neuer Schulleiter am SBBZ Sehen in Baindt eingeführt

Konfettiregen für den neuen Schulleiter Dr. Marcus Adrian durch die Theater-AG

Selbst einen Konfettiregen für den neuen Schulleiter Dr. Marcus Adrian (links) gab es durch die Theater-AG bei der Feierstunde am SBBZ Sehen in Baindt, rechts Behindertenhilfe-Leiter Roland Flaig aus Heiligenbronn. Foto: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Baindt.
Als Nachfolger von Direktor Hans Sturm wurde jetzt Dr. Marcus Adrian (47) als neuer Leiter des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums Sehen in Baindt mit einer fröhlichen Feier begrüßt.

Träger des SBBZ mit Internat und den Förderschwerpunkten Sehen sowie geistige und motorische Entwicklung ist die stiftung st. franziskus heiligenbronn. Rund 90 Kinder und Jugendliche in Baindt und weitere 110 in Oberschwaben und darüber hinaus werden von den Mitarbeitern begleitet und gefördert. Vorgänger Hans Sturm war 36 Jahre an der Schule tätig, die 1980 von den Heiligenbronner Franziskanerinnen begründet worden war.

Durch das Programm der Feier in der Turnhalle führte humorvoll Abteilungsleiterin Irmgard Cäsar, die auch darauf abhob, dass Schule ein Mannschaftssport sei. Unter den Gästen waren Vertreter der stiftung st. franziskus heiligenbronn, Bürgermeister Elmar Buemann, Pfarrer Bernhard Staudacher und die Ordensschwestern aus dem Baindter Franziskanerinnen-Konvent.

Wie fröhlich es an der Baindter Schule der Stiftung zugeht, zeigte der gemeinsame Kanon "Schon ein Lachen kann Herrn Adrian glücklich machen". Musikalisch begrüßt wurde der neue Schulleiter auch instrumental von zwei Lehrern, dem Schulkindergarten und den Vertretern der Klassenstufen. Dabei erhielt Adrian auch originelle Geschenke, vom Teddybären und einem Foto-Fenster für seine Bürotür bis zur gut verpackten roten Pappnase und einer Schultüte. Die Theater-AG inszenierte eine Stück als Umzugshelfer für den neuen Direktor.

Der Leiter der Behindertenhilfe in der stiftung st. franziskus heiligenbronn, Roland Flaig, betonte in seiner Ansprache, dass das Entdecken und Lernen nicht die Besonderheiten, sondern die Stärken und Fähigkeiten des Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt rücke. Die Entwicklung und Fortführung von inklusiven Angeboten am SBBZ soll weiter vorangebracht werden. Der neue Schulleiter Marcus Adrian bringe viele Erfahrungen dazu mit. Er war 18 Jahre als Sonderschulleiter an der Vinzenz-von-Paul-Schule in Schönebürg tätig und wirkte zudem als Schulberater für Inklusion beim Bischöflichen Stiftungsschulamt Rottenburg-Stuttgart.

Da die Schüler im Mittelpunkt stehen sollen, übertrug Roland Flaig seine Aussagen auch kurz und prägnant in einfache Worte. Dass Inklusion in den Köpfen beginne, verdeutlichte er mit der Geschichte vom Großvater und seinem Enkel von den Gebrüdern Grimm, die ein Schüler vortrug. Dr. Heinz-Joachim Schulzki vom Bischöflichen Stiftungsschulamt, betonte, Marcus Adrian habe in seiner Arbeit für die Schulstiftung als Wegbereiter Spuren gelegt. Er beschrieb die Heterogenität der Menschen und Schüler als aktuelle Herausforderung der Pädagogik.

Marcus Adrian selbst bedankte sich für die gute Übergabe durch seinen Vorgänger und den festlichen Empfang in Baindt: "Gefeiert wird sehr gerne in Baindt." Zu den vielen Kompetenzen, die im Anforderungskatalog des Kultusministeriums für Schulleiter aufgeführt seien, möchte er noch das Gottvertrauen hinzufügen und das Vertrauen in die Kollegen und Menschen an der Schule. "Ich bin jeden Tag wieder beeindruckt von Ihrer Arbeit mit tollen Schülern", bedankte sich Adrian für das Engagement der Mitarbeiter. Ein Segen durch Stiftungsvorstand Dr. Michael Wollek und zwei Mitarbeiterinnen des Gottesdienstteams bildeten den Abschluss der Feierstunde.