06.03.2017

Erstes Elektrofahrzeug in der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn im Einsatz

Gärtnermeister Martin Gruber und Mitarbeiter Dieter Reinbold, Joachim Kretschmer und Werner Keck sind begeistert vom neuen E-Werker.

Mit dem E-Werker durchs Stiftungs-Gelände in Heiligenbronn: Gärtnermeister Martin Gruber (links) und seine Mitarbeiter Dieter Reinbold, Joachim Kretschmer und Werner Keck vor dem ersten Elektrofahrzeug im Fuhrpark der Stiftung. Das E am Ende des Kennzeichens weist auf den Elektroantrieb hin. Foto: stiftung st. franziskus heiligenbronn

Schramberg-Heiligenbronn.
Mit dem "Mega E-Werker" weist der Fuhrpark der stiftung st. franziskus heiligenbronn sein erstes Elektrofahrzeug auf. Die Landschaftsgärtnerei ist mit dem strombetriebenen Wägelchen unterwegs.

Der Leichttransporter mit einem Antrieb von 11,5 Kilowatt und kurzem Radstand wird vom Ausbildungsbetrieb der Gärtnerei in Heiligenbronn bei der Landschaftspflege eingesetzt, beispielsweise zum Aufsammeln von Laub und anderem Grüngut. Ein kippbare Pritsche dient zum Transport und kann bequem beladen werden. In der Fahrkabine des 1,20 Meter schmalen Fahrzeugs findet neben dem Fahrer noch ein Beifahrer Platz. "Auf dem Stiftungsgelände in Heiligenbronn mit den vielen engen Wegen ist der Kleintransporter ideal", sagt Gärtnermeister Martin Gruber. Er arbeitet auch im Umweltteam der Stiftung mit, wo die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs schon länger in Überlegung war. Mit Unterstützung von Gernot Pfau, Bereichsleiter Arbeit, Bildung und Soziales, wurde nun die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, als eine Ersatzbeschaffung für den altgedienten Leiber-Transporter anstand.

Das Gärtnerei-Team befasste sich ausführlich mit den Alternativen und testete auch selbst mehrere Elektrofahrzeuge im praktischen Einsatz. Die Entscheidung für den Mega E-Werker fiel einmütig und hat sich auch schon im täglichen Einsatz bewährt. Die Reichweite einer Stromladung liegt bei 60 bis 80 Kilometern. Das reicht für eine Arbeitswoche, dann muss der E-Werker über Nacht an die Steckdose. Zur Wartung gehört auch das regelmäßige Nachfüllen von destilliertem Wasser, da im E-Werker herkömmliche Bleiplatten-Batterien im Einsatz sind.

Mit dem E-Werker können die Gärtnerei-Mitarbeiter auch durchaus auf der Straße fahren, wenn sie in einer Außenstelle einen Einsatz haben. Er erreicht dort 45 Stundenkilometer. Auf den Fußwegen im Gelände ist eher Wendigkeit gefragt. Hier macht sich auch die Federung positiv bemerkbar. Für die Standheizung in der Kabine verfügt der Transporter auch über einen kleinen Diesel-Tank. Da er natürlich fast geräuschlos unterwegs ist, kann der Fahrer die Passanten nicht nur mit einer LED-Blinkleuchte, sondern auch mit einem akustischen Warnsignal auf sich aufmerksam machen - besonders wichtig für die blinden und sehbehinderten Menschen in Heiligenbronn.

So gut der Transporter für die Öko-Bilanz ist - die Investition von rund 30.000 Euro musste erst geschultert werden. Fördergelder vom Staat für das erste Elektroauto der Stiftung gab es keine, denn der E-Werker zählt zur Kategorie von Leichtkraft-Pkw, die nicht bezuschusst werden. Immerhin ist er aber zehn Jahre steuerfrei. Sein Kfz-Kennzeichen weist mit dem E am Ende auf seine Antriebsart hin: RW-SF-19E. Da die Stiftung mit inzwischen zwei Blockheizkraftwerken rund 57 Prozent ihres Stromverbrauchs in Heiligenbronn selbst produziert, ist auch das "Auftanken" des E-Werkers kostengünstig. Die Gärtnerei hat sich übrigens auch schon bei vielen ihrer Werkzeuge vom Verbrennungsmotor verabschiedet: Rasenmäher, Laubbläser oder Sägen sind schon länger elektrisch betrieben.